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Heute möchte ich eine Entdeckung teilen, die wir gestern auf der Rückreise aus unserem Sommerurlaub in der wunderschönen Uckermark gemacht haben. Etwa eine Stunde nördlich von Berlin in der Uckermark befindet sich der Ort Suckow. Wir sind nur zufällig von unserem Navi dort entlang geleitet worden.
Plötzlich begann zu unserer Rechten ein Wassergraben und dann stand dort ein Schild an einer Auffahrt: „Gut Suckow – Restaurant, Hotel, Seeterrasse, Kiosk…“. Da wir alle eine Pause gebrauchen konnten und es eh Mittagszeit war, entschieden wir kurzerhand, uns das Ganze mal aus der Nähe anzusehen.

Zunächst einmal gab es am Kiosk direkt am Eingang eine Stärkung. Im Angebot waren Spätzle oder Gulasch im Glas (in der Uckermark??? – wie stylisch!!!), Würstchen und und Eis und einige Getränke. Die Kinder entschieden sich für ein Würstchen, danach gab es eine Runde Eis für alle. Mit der Waffel in der Hand und  liefen wir dann die neugepflanzte Kastanienallee entlang. Dort fanden wir ein zartrosa Gutshaus, gelegen in einem wunderschönen Park an einem – typisch für die Uckermark  – idyllischen grossen Haussee.

Wie sich herausstellte ist das „Haus Suckow“ eine Linie derer von Arnim. Die Familie von Arnim hat an diesem Ort wohl gerne grosse Hochzeiten gefeiert. Das Barockschloss – heute steht leider nur noch der Nordflügel, das „Inspektorenhaus“ – wurde 1728-1732 erbaut.
Ein älterer Herr, der uns zufällig im Schlosshof begegnete, erzählte, dass das Schloss in den letzten Kriegstagen im Mai 1945 durch ein Feuer zerstört worden. Er sei hier 15-jährig mit seiner Mutter und Geschwistern bei seinem Fußmarsch von Berlin nach Mecklenburg am 5. Mai 1945 vorbeigekommen und da habe das Haupthaus noch in Flammen gestanden. Seitdem sei er nicht wieder hier gewesen und wollte heute – nun 83-jährig – seiner Frau diesen Ort zeigen. (Ich liebe solche Begegnungen.)

Heute ist auf den Grundmauern des Haupthauses ein „grünes Schloss“ gepflanzt worden: Buchenhecken markieren die Umrisse des einstigen Schlosses.

Das Gut Suckow wurde 2005 von der Musikerin Karoline Jüttner und dem Pharmazeuten Joachim Schmidt erworben und in den darauffolgenden Jahren nach und nach nachhaltig saniert. Zunächst haben sie den Park aus seinem Dornröschenschlaf erweckt, den alten Obstgarten wiederbelebt, den Marstall in einen Konzert-und Veranstaltungsort umgewandelt und letztendlich im Frühjahr 2013 das Hotel und Restaurant eröffnet.

Vom Schlosshof aus, kann man das Restaurant und Café betreten, welches uns mit modernistischem Mobiliar überraschte. Hier gibt es bis 18 Uhr Kaffee und Kuchen und danach Speisen zubereitet aus regionalen und saisonalen Zutaten, z.T. aus dem eigenen Garten.

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Vom Restaurant gelangt man in das wunderschöne Treppenhaus, eine Eichentreppe führt zu den Gästezimmern im 1. Stock. An den Wänden finden sich kostbare Tapeten. Die Räume sind mit liebevoll zusammengesuchten Antiquitäten eingerichtet.

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Alte Kachelöfen zeugen vom Glanz vergangener Zeiten. Alles ist mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Obwohl wir nur auf der Durchreise waren, haben wir uns gleich willkommen und Zuhause gefühlt.

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Neben dem Inspektorenhaus befindet sich der ehemalige Marstall. Dieser beherbergt heute den roten Saal und den grünen Saal, die für Konzerte und Veranstaltungen und private Feiern genutzt werden. Vor dem Gebäude erstreckt sich alter Garten mit 300 Jahre alten Bäumen, wo z.B. bei Hochzeiten die Kaffeetafel stattfinden kann.

Nach einer Tasse Cappuccino schlenderten wir durch den Park hinunter zum See. Im Park findet sich außer den historischen und wieder mit Wein berankten Pergolas, zwei originalen und wiederbelebten Wasserfontänen noch ein japanisches Badehaus, welches Gäste mit seiner Sauna, einer großen Badewanne, einem Dampfbad und Ruheräumen mit weitem Blick über den Haussee zum Entspannen einlädt.

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Während mein Mann und ich uns auf den beiden wie für uns aufgestellten Liegestühlen am See entspannten, sprangen unsere Kinder spontan in den See und planschten in dem herrlichen kühlen Wasser. Aus einer kurzen Rast wurde so ein beinahe 2-stündiger Aufenthalt. Wir konnten uns richtig schwer trennen und werden bestimmt wieder kommen. Dann gerne länger!

Diesen Blogpost habe ich noch gefunden, dort gibt es noch mehr Innenaufnahmen und Fotos vom Park im Winter.

Herzliche Grüsse,

Imke Laux

Besuch auf Gut Suckow in der Uckermark

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