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Endlich komme ich dazu ein paar Eindrücke aus Mailand zu teilen und Euch zu zeigen, was ich Schönes während des Salone del Mobile gesehen habe.
Zu Mailand unterhalte ich eine besondere Liebesbeziehung. Ich habe dort als Studentin ein Semester (Jura) studiert und seither zieht es mich immer wieder zurück in diese Stadt. Ich habe mein Italienisch leider nicht sehr gut konserviert. Damals sprach ich wirklich fließend. Aber wenn ich dort bin und nach einem Aperol Sprizz, geht es wieder.

Lustigerweise war mein Studentenwohnheim damals genau gegenüber der angesagtesten Bar während der Möbelmesse, der Bar Basso. Der Grund für den Rummel: In den 80er Jahren war die Bar Basso die Stammkneipe der Mailänder Stararchitekten. Das ganze übrige Jahr ist sie ein verschlafenes, etwas langweiliges Etablissement, aber in dieser einen Woche huldigt man den Meistern und trinkt an ihrem Wasserloch. Leider endete mein Gastsemester unmittelbar vor dem Salone, somit habe ich die Bar Basso damals gar nicht in ihrer PrimeTime erlebt.  Als ich vor einigen Jahren zum ersten Mal zur Möbelmesse fuhr, konnte ich schlichtweg nicht glauben, dass das DER Hotspot während der Möbelmesse sein soll. Aber es ist wirklich wahr! So sieht es in dieser einen Woche dort jeden Abend aus:

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Hier könnt Ihr einen kleinen Film über die Bar Basso sehen.

Ich finde Messebesuche immer so anstrengend, stundenlang Kilometer um Kilometer bei schlechter Luft und Kunstlicht durch eine Halle nach der anderen laufen. Meistens bin ich schon nach 2 Stunden total übersättigt. Die wichtigsten Dinge hatte ich meiner Meinung eh schon auf der Möbelmesse in Köln gesehen und die ganzen großen Designer und die Newcomer haben zur Messezeit auch Ausstellungen außerhalb der Messe.

Also entschlossen meine Reisebegleiterin und Freundin Pia und ich, das Messegelände dieses Jahre komplett zu meiden und uns  stattdessen auf den sogenannten „Fuorisalone“ konzentrieren. „Fuori“ zu deutsch „Draußen“ oder „außerhalb“, „Salone“ – hier: „die Messehallen“. (Geht doch mit dem Italienisch!)
Zum einen ist während der Möbelmesse die Hölle los im Brera Design District, dann gibt es noch Events im Rahmen der Interni. Außerdem sind die Via Tortona und Ventura Lambrate Bereiche, die man nicht auslassen sollte.

Man kann gar nicht alles schaffen, vor allem nicht in nur 3 Tagen. Trotzdem haben wir wahnsinnig viel gesehen.

Auf geht’s zu Ventura Lambrate. Dies ist ein ehemaliges Industriegebiet, wo während der Möbelmesse vor allem junge Designer und die Design Hochschulen ihre Designs und Projekte in alten Werkstätten und Fabrikgebäuden zeigen.

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Das coole Luna Gebäude in der Via Ventura

Die Glaslampen von Giopato & Coombes haben es mir besonders angetan. Edle Materialien, tolle Formen und Farben wurden in einer alten Autowerkstatt präsentiert.

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Auch Menu hat mich mal wieder begeistert. Mit den gewohnten schlichten und geraden Formen und pudrigen Farben. Besonders die Lampen finde ich wunderschön.

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Ganz toll gefiel uns auch „A Belgian Village„, eine Collaboration von jungen belgischen Designern. Sie teilten sich gemeinsam ein Gartengrundstück, dass sie mit kleinen Häuschen zu einem Dorf gestalteten, in dem sie ihre Designs präsentierten. Hier meine Lieblinge:

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Die geniale Tischbeleuchtung für Draußen „Light My Table“ von Studiomie , die man einfach mit 2 Schraubzwingen an den Gartentisch klemmt. Derzeit gibt es sie nur als Prototyp, aber hoffentlich bald auch in Serie.

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Die supercoolen Gartenmöbel von Sebastien Talpe unter dem Label Bastalpe. Der Tisch FINN und die Hocker KRAKK sind aus beschichtetem Aluminium. Eine gelungene Mischung aus geraden Linien und organischen Formen.

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Die wunderschönen Glühbirnen und Fassungen im „little white house of light“ von zangra. Schaut Euch mal auf der Webseite um! Die haben noch ganz viele tolle andere Produkte. Kannte ich bisher noch gar nicht.

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Die hellen Holzmöbel, Keramik und Kissen von Fragmenture – vor allem gefielen mir die 6-eckigen Beistelltischchen „coffee companion“ mit ihren pastellfarbenen Oberflächen.

Baci e abbracci,

Imke

Möbelmesse in Mailand 2015

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