Lange habe ich es angekündigt und irgendwie leider nie geschafft, weil ich immer soviel um die Ohren habe. Das Los berufstätiger Mütter. Aber hier kommt nun endlich die Fortsetzung meiner Renovierungsstory.  Teil 1 findet Ihr hier.

Diesmal geht es um das Bad. Eine echte Herausforderung: Auf gerade 4 qm sollte eine moderne Wohlfühloase entstehen.

Hereinspaziert in das alte Bad. Das Bad war – wie man auf den folgenden Bildern sieht – in einem desolaten Zustand. Hier war wirklich alles komplett renovierungs- und sanierungsbedürftig.

Bad EK vorher

Von der Wohnung aus ging es ursprünglich in ein kleines Wannenbad mit Waschbecken. Das WC konnte man nur vom Hausflur erreichen – nicht sehr komfortabel. Für den Verkauf hatte man hier schon die Zwischenwand entfernt und so die beiden kleinen Räume miteinander verbunden und die Tür zum Treppenhaus verschlossen.

Bad EK vorher 4

Das Fenster war zuvor hälftig durch die Zwischenwand geteilt gewesen. Dem Bauherrn war es wichtig, den Rundbogen über dem Fenster zu erhalten.

Bad EK vorher 1

Bad EK vorher 3

Die Tür war zwar eine schöne Altbautür aber sehr schmal und niedrig. Auf dem unteren Bild kann man erkennen, dass sich über der Tür mal ein Oberlicht befand, das man mit einem Brett verschlossen hatte.

Bad EK vorher 2

Der alte Heizkörper und der Durchlauferhitzer befanden sich an einem sehr sichtbaren Platz gegenüber des Waschbeckens.

Los ging’s mit der Planung.

Bad EK vorher 8


Da wir unter das Fenster die Vorsatzschale für das WC stellen wollten, in der auch der Spülkasten untergebracht ist, wurde die Fensterbank auf 120 cm Höhe angehoben.

Bad EK vorher 6

Um die Steigleitungen (die übrigens komplett erneuert wurden) und das Abwasserrohr der Oberwohnung zu verstecken, wurde im Bad die Decke abgehängt. Dies ermöglichte es auch, Deckenspots und die gesamte Elektrik dafür elegant unterzubringen.

Bad EK vorher 5

Bad EK vorher 7

Et voila! Ein ganz schöner Unterschied, oder? Klein aber fein und durch geschickte Raumnutzung und Beleuchtung wirkt es gar nicht mehr so winzig.

Der Eigentümer wünschte sich ein modernes Bad, und so machen nun schlichtes Grau, eine gerade Linienführung sowie zurückhaltende Armaturen und Accessoires das kleine Duschbad zu einer Ruheoase für Körper und Geist. Durch die bodenebene Dusche und die Glasabtrennung wirkt der Raum optisch größer.

Auf der linken Seite der Dusche wurde eine Abkofferung errichtet. Diese beherbergt sowohl die Steigleitung als auch die Wasserzuleitung für die Dusche und den Wasserzähler. Die kleine Edelstahl-Revisionsklappe wurde von einem Bootsbauer maßangefertigt. Das Bad bekam auch eine elektrische Fussbodenheizung und einen verchromten Handtuchheizkörper.
Für die Wandflächen wählte ich 60×120 Zentimeter bzw. 30×60 große Fliesen aus pflegeleichtem Feinsteinzeug in einem warmen Sandton. Die Bodenfliesen sind aus dem gleichen Material, aber Dunkelgrau in 30×60 Zentimeter.

In der geräumigen bodenebene Dusche mit Regenbrause findet sich eine Ablaufrinne, eine schöne Alternative zu den bekannten Mittelabläufen.

Bad EK6
Das Originalfenster wurde durch ein kleineres neues Holzfenster mit Milchglas ersetzt. Die Abkofferung setzt sich auch hinter dem Waschtisch fort, sodass man hier eine schöne tiefe Ablage hat. Wie man hier schön sehen kann, ist es gelungen, den Rundbogen der Fensterlaibung zu erhalten.

Stauraum habe ich durch den Spiegelschrank mit LED-Beleuchtung und den maßangefertigten Unterschrank geschaffen, indem sich auch der neue Durchlauferhitzer verbirgt.

Bad EK7

Außerdem habe ich vom Tischler eine breitere Tür nach dem Vorbild der vorhandenen Zimmertüren bauen und das Oberlicht wieder öffnen lassen. Oberlicht und Tür bekamen ein schönes Holzprofil als Rahmen.

Bad EK5

Auf dem letzten Foto sieht man auch schon ein paar Details vom Flur, den ich Euch beim nächsten Mal genauer zeigen werde.

Wenn Ihr Fragen zu den verwendeten Materialien habt, kontaktiert mich gerne.

Alles Liebe,

Eure Imke

Vorher-Bilder/ Detail-Bilder: Imke Laux/ Laux Interiors
Nachher-Bilder: Dorothée für „Belathée Photography

Projekt Charlottenburg – Bad Renovierung

4 Gedanken zu „Projekt Charlottenburg – Bad Renovierung

  • 21. Mai 2015 um 17:52
    Permalink

    Liebe Imke,

    das ist ja toll geworden. Hoffe mein Gäste WC sieht am Ende auch so aus. Allerdings ist das vorher nicht ganz so schrecklich ;-)

    Liebe Grüße aus HH
    Kathrin

    Antworten
  • 15. September 2017 um 12:01
    Permalink

    Hallo!

    Das Bad sieht richtig gut aus. Ist echt interessant zu sehen, wie sich das Bad entwickelt hat! Die einzelnen Schritte und Überlegungen kann man sehr gut nachvollziehen.
    Wir stehen gerade vor der Entscheidung, welche Fliesen wir wählen sollen. Eine Badewanne mit Wannenträger haben wir schon, nur welche Fliesen wir anbauen sollen, darüber sind wir uns uneinig. Das „moderne Bad“ ist natürlich immer ganz nett, aber was das nun genau bedeuten soll, außer schlicht und clean, ist mir noch nicht ganz klar.
    Ich bevorzuge eher kleine Fliesen, aber meine Frau mag eine Bordüre… und so wie es aussieht, wird sich das Ganze noch etwas hinziehen, denke ich.

    Liebe Grüße lasse ich euch da!

    Antworten

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