Eventlocation Gebrüder Fritz in Charlottenburg

Wie ich in meinem letzten Blogpost berichtete, war ich jüngst auf Einladung vom SisterMag in der Eventlocation der Event Agentur „Gebrüder Fritz“ in der Bleibtreustrasse in Berlin Charlottenburg. Es handelt sich bei der Eventlocation um eine Wohnung in der Beletage eines hochherrschaftlichen Jugendstil-Altbaus von 1899.

Ich hatte vorher noch nie von dieser Location gehört und war total gespannt. Ich wurde nicht enttäuscht. Schon im Treppenhaus begrüssten uns wunderschöne Jugendstil-Glasfenster und ein seltener Fahrstuhl.

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Die Betreiberinnen der Location Kathrin Limburg und Verena Nobis-Wicherding haben bei der Sanierung der 330qm-Wohnung die Geschichte des Hauses im Blick behalten. So haben Sie die Wohnung nicht „totrenoviert“, sondern bewusst kleine oder auch größere Schönheitsfehler bewahrt und zu Stilelementen gemacht. So zum Beispiel wurde im großen Raum vor der Küche die Decke nicht ausgebessert, obwohl Wände herausgenommen worden sind. Hier erkennt man noch den alten Stuck und kann die alte Strohdecke hervorgucken sehen.

Der Name „Gebrüder Fritz“ geht zurück auf die Erbauer des Hauses. Wie die Betreiberinnen bei ihren Recherchen herausgefunden haben, waren dass nämlich die drei Zimmermeisterbrüder Carl, Heinrich und Christian Fritz.

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Die Küche ist mit alten Fliesen gefliest, die zwar ähnliche Muster aber nicht die gleichen Farben haben.

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Die Wohnung ist mit einer Mischung aus Industriestil und Shappy Chic eingerichtet und erinnert an ein New Yorker Loft. Viele Dinge in dieser Wohnung hat Kathrin Limburg auf Flohmärkten und bei Händlern antiker Bauelemente in Brandenburg gefunden. Hier könnt Ihr Euch einen Grundriss der Wohnung ansehen.

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Jeder Raum hat eine andere intensive Farbe. Die Farben kommen von der Firma Argile. Im langen Flur in den Seitenflügel sind Farbproben aller verwendeten Wandfarben aufgepinselt, die benutzten Farbeimer aufgereiht und jeder Raum trägt eine Plakette mit dem Namen der Raumfarbe.

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In diesem Raum wurde einfach ein Schachbrettmuster in Mint und weiß auf den Boden gemalt.

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In diesem Raum ist die Bibliothek des Ankerherz Verlages, der hier sein Berliner Büro hat. Die dunkelgrünen Wände bilden den perfekten Hintergrund für die bunten Bücher.

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Auch im WC findet man liebevolle Details und eine tolle Wandfarbe.

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In diesem Raum wurden die Wände nach dem Abtragen der Tapeten nicht gestrichen. Der Raum wirkt dadurch rauh und durch die pudrige Farbe gleichzeitig sanft.

Gebrüderfritz9 Gebrüderfritz10Ich bin total begeistert und sehr inspiriert von diesen wunderschönen Räumen. Mein grosses Kompliment an Kathrin Limburg und Verena Nobis-Wicherding. Wirklich ein toller Ort, den ihr dort geschaffen habt.

Wenn Ihr noch mehr über die beiden lesen wollt, schaut doch mal auf s.106 dieser SisterMag-Ausgabe.

Alles Liebe,

Imke

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Gesund in den Sommer mit dem SisterMag

Heute mal ein bisschen Off-Topic, denn Wellness und Gesundheit sind hier auf dem Blog ja eigentlich nicht meine Themen. Privat für mich aber natürlich schon.

Poster10Sommergesund war das Thema eines Bloggerevents zu dem das SisterMag jüngst in Berlin einlud. In den wunderschönen Räumen „Gebrüder Fritz“ (mehr dazu in einem separaten Blogpost) in Charlottenburg hatten wir Blogger Gelegenheit uns auf einer Mini-Messe zu informieren über die positive Wirkung und die Wichtigkeit von Magnesium für unseren Körper, wurden gewarnt vor hellem Hautkrebs und wie man sich davor schützen kann (Sonnenschutz!), erfuhren wie man seine Beine sommerfit bekommt, konnten ein eigenes Peeling herstellen, bekamen eine kleine Joga Lektion, konnten uns an der NailBar die Nägel lackieren lassen und noch vieles mehr

… und wurden während all dem kulinarisch bestens versorgt. Hier ein paar Impressionen.

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Die Ananas-Deko hatte nicht nur einen dekorativen Grund: Unter anderem stellte die Firma Ursapharm das Medikament Bromelain-POS vor. Der Wirkstoff Bromelain wird aus dem Strunk der Ananas gewonnen. Er wirkt abschwellend nach Verletzung und fördert somit eine schnellere Heilung.

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Begleitet haben mich die liebe Rebecca von Elfenkind Berlin und Anna von BerlinMitteMom. Hier arbeiten wir drei ganz konzentriert an der Herstellung unserer Peelings.

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Das reizende SisterMag Team

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Vielen Dank an das SisterMag Team und die Veranstaltungspartner

für einen wohltuenden Tag, eine reichhaltige Goodie-Strandtasche und viele Denkanstösse in Sachen Gesundheit.

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Fotocredits: Zoe Noble & Ryan Hursh für sisterMAG & MWO 

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Projekt Charlottenburg – Bad Renovierung

Lange habe ich es angekündigt und irgendwie leider nie geschafft, weil ich immer soviel um die Ohren habe. Das Los berufstätiger Mütter. Aber hier kommt nun endlich die Fortsetzung meiner Renovierungsstory.  Teil 1 findet Ihr hier.

Diesmal geht es um das Bad. Eine echte Herausforderung: Auf gerade 4 qm sollte eine moderne Wohlfühloase entstehen.

Hereinspaziert in das alte Bad. Das Bad war – wie man auf den folgenden Bildern sieht – in einem desolaten Zustand. Hier war wirklich alles komplett renovierungs- und sanierungsbedürftig.

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Von der Wohnung aus ging es ursprünglich in ein kleines Wannenbad mit Waschbecken. Das WC konnte man nur vom Hausflur erreichen – nicht sehr komfortabel. Für den Verkauf hatte man hier schon die Zwischenwand entfernt und so die beiden kleinen Räume miteinander verbunden und die Tür zum Treppenhaus verschlossen.

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Das Fenster war zuvor hälftig durch die Zwischenwand geteilt gewesen. Dem Bauherrn war es wichtig, den Rundbogen über dem Fenster zu erhalten.

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Die Tür war zwar eine schöne Altbautür aber sehr schmal und niedrig. Auf dem unteren Bild kann man erkennen, dass sich über der Tür mal ein Oberlicht befand, das man mit einem Brett verschlossen hatte.

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Der alte Heizkörper und der Durchlauferhitzer befanden sich an einem sehr sichtbaren Platz gegenüber des Waschbeckens.

Los ging’s mit der Planung.

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Da wir unter das Fenster die Vorsatzschale für das WC stellen wollten, in der auch der Spülkasten untergebracht ist, wurde die Fensterbank auf 120 cm Höhe angehoben.

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Um die Steigleitungen (die übrigens komplett erneuert wurden) und das Abwasserrohr der Oberwohnung zu verstecken, wurde im Bad die Decke abgehängt. Dies ermöglichte es auch, Deckenspots und die gesamte Elektrik dafür elegant unterzubringen.

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Et voila! Ein ganz schöner Unterschied, oder? Klein aber fein und durch geschickte Raumnutzung und Beleuchtung wirkt es gar nicht mehr so winzig.

Der Eigentümer wünschte sich ein modernes Bad, und so machen nun schlichtes Grau, eine gerade Linienführung sowie zurückhaltende Armaturen und Accessoires das kleine Duschbad zu einer Ruheoase für Körper und Geist. Durch die bodenebene Dusche und die Glasabtrennung wirkt der Raum optisch größer.

Auf der linken Seite der Dusche wurde eine Abkofferung errichtet. Diese beherbergt sowohl die Steigleitung als auch die Wasserzuleitung für die Dusche und den Wasserzähler. Die kleine Edelstahl-Revisionsklappe wurde von einem Bootsbauer maßangefertigt. Das Bad bekam auch eine elektrische Fussbodenheizung und einen verchromten Handtuchheizkörper.
Für die Wandflächen wählte ich 60×120 Zentimeter bzw. 30×60 große Fliesen aus pflegeleichtem Feinsteinzeug in einem warmen Sandton. Die Bodenfliesen sind aus dem gleichen Material, aber Dunkelgrau in 30×60 Zentimeter.

In der geräumigen bodenebene Dusche mit Regenbrause findet sich eine Ablaufrinne, eine schöne Alternative zu den bekannten Mittelabläufen.

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Das Originalfenster wurde durch ein kleineres neues Holzfenster mit Milchglas ersetzt. Die Abkofferung setzt sich auch hinter dem Waschtisch fort, sodass man hier eine schöne tiefe Ablage hat. Wie man hier schön sehen kann, ist es gelungen, den Rundbogen der Fensterlaibung zu erhalten.

Stauraum habe ich durch den Spiegelschrank mit LED-Beleuchtung und den maßangefertigten Unterschrank geschaffen, indem sich auch der neue Durchlauferhitzer verbirgt.

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Außerdem habe ich vom Tischler eine breitere Tür nach dem Vorbild der vorhandenen Zimmertüren bauen und das Oberlicht wieder öffnen lassen. Oberlicht und Tür bekamen ein schönes Holzprofil als Rahmen.

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Auf dem letzten Foto sieht man auch schon ein paar Details vom Flur, den ich Euch beim nächsten Mal genauer zeigen werde.

Wenn Ihr Fragen zu den verwendeten Materialien habt, kontaktiert mich gerne.

Alles Liebe,

Eure Imke

Vorher-Bilder/ Detail-Bilder: Imke Laux/ Laux Interiors
Nachher-Bilder: Dorothée für „Belathée Photography

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Möbelmesse in Mailand 2015 – Teil 1

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Endlich komme ich dazu ein paar Eindrücke aus Mailand zu teilen und Euch zu zeigen, was ich Schönes während des Salone del Mobile gesehen habe.
Zu Mailand unterhalte ich eine besondere Liebesbeziehung. Ich habe dort als Studentin ein Semester (Jura) studiert und seither zieht es mich immer wieder zurück in diese Stadt. Ich habe mein Italienisch leider nicht sehr gut konserviert. Damals sprach ich wirklich fließend. Aber wenn ich dort bin und nach einem Aperol Sprizz, geht es wieder.

Lustigerweise war mein Studentenwohnheim damals genau gegenüber der angesagtesten Bar während der Möbelmesse, der Bar Basso. Der Grund für den Rummel: In den 80er Jahren war die Bar Basso die Stammkneipe der Mailänder Stararchitekten. Das ganze übrige Jahr ist sie ein verschlafenes, etwas langweiliges Etablissement, aber in dieser einen Woche huldigt man den Meistern und trinkt an ihrem Wasserloch. Leider endete mein Gastsemester unmittelbar vor dem Salone, somit habe ich die Bar Basso damals gar nicht in ihrer PrimeTime erlebt.  Als ich vor einigen Jahren zum ersten Mal zur Möbelmesse fuhr, konnte ich schlichtweg nicht glauben, dass das DER Hotspot während der Möbelmesse sein soll. Aber es ist wirklich wahr! So sieht es in dieser einen Woche dort jeden Abend aus:

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Hier könnt Ihr einen kleinen Film über die Bar Basso sehen.

Ich finde Messebesuche immer so anstrengend, stundenlang Kilometer um Kilometer bei schlechter Luft und Kunstlicht durch eine Halle nach der anderen laufen. Meistens bin ich schon nach 2 Stunden total übersättigt. Die wichtigsten Dinge hatte ich meiner Meinung eh schon auf der Möbelmesse in Köln gesehen und die ganzen großen Designer und die Newcomer haben zur Messezeit auch Ausstellungen außerhalb der Messe.

Also entschlossen meine Reisebegleiterin und Freundin Pia und ich, das Messegelände dieses Jahre komplett zu meiden und uns  stattdessen auf den sogenannten „Fuorisalone“ konzentrieren. „Fuori“ zu deutsch „Draußen“ oder „außerhalb“, „Salone“ – hier: „die Messehallen“. (Geht doch mit dem Italienisch!)
Zum einen ist während der Möbelmesse die Hölle los im Brera Design District, dann gibt es noch Events im Rahmen der Interni. Außerdem sind die Via Tortona und Ventura Lambrate Bereiche, die man nicht auslassen sollte.

Man kann gar nicht alles schaffen, vor allem nicht in nur 3 Tagen. Trotzdem haben wir wahnsinnig viel gesehen. Daher werde ich auch mehrere Blogposts schreiben, um Euch hier nicht zu überfluten.

Auf geht’s – wir starten bei Ventura Lambrate. Dies ist ein ehemaliges Industriegebiet, wo während der Möbelmesse vor allem junge Designer und die Design Hochschulen ihre Designs und Projekte in alten Werkstätten und Fabrikgebäuden zeigen.

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Das coole Luna Gebäude in der Via Ventura

Die Glaslampen von Giopato & Coombes haben es mir besonders angetan. Edle Materialien, tolle Formen und Farben wurden in einer alten Autowerkstatt präsentiert.

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Auch Menu hat mich mal wieder begeistert. Mit den gewohnten schlichten und geraden Formen und pudrigen Farben. Besonders die Lampen finde ich wunderschön.

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Ganz toll gefiel uns auch „A Belgian Village„, eine Collaboration von jungen belgischen Designern. Sie teilten sich gemeinsam ein Gartengrundstück, dass sie mit kleinen Häuschen zu einem Dorf gestalteten, in dem sie ihre Designs präsentierten. Hier meine Lieblinge:

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Die geniale Tischbeleuchtung für Draußen „Light My Table“ von Studiomie , die man einfach mit 2 Schraubzwingen an den Gartentisch klemmt. Derzeit gibt es sie nur als Prototyp, aber hoffentlich bald auch in Serie.

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Die supercoolen Gartenmöbel von Sebastien Talpe unter dem Label Bastalpe. Der Tisch FINN und die Hocker KRAKK sind aus beschichtetem Aluminium. Eine gelungene Mischung aus geraden Linien und organischen Formen.

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Die wunderschönen Glühbirnen und Fassungen im „little white house of light“ von zangra. Schaut Euch mal auf der Webseite um! Die haben noch ganz viele tolle andere Produkte. Kannte ich bisher noch gar nicht.

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Die hellen Holzmöbel, Keramik und Kissen von Fragmenture – vor allem gefielen mir die 6-eckigen Beistelltischchen „coffee companion“ mit ihren pastellfarbenen Oberflächen.

Demnächst geht es hier weiter mit weiteren Milano-Impressionen.

Baci e abbracci,

Imke

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Die Skandinavier können es einfach…

Nicht ganz uninspiriert von unserer reizenden dänischen Austauschschülerin, die uns derzeit für eine Woche besucht, stelle ich heute ein paar skandinavische Kaufhausketten vor.

Warum gibt es eigentliche keine Deutschen, die solche Geschäftsmodelle entwickeln? Die Skandinavier haben es einfach drauf!

Kennt Ihr schon Granit?

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Ich beneide alle Kölner. Die können nämlich in der Ehrenstrasse bei Granit einkaufen. Tolle Dinge aus Schweden für Haushalt und Wohnen. Als ich bei der Möbelmesse in Köln war, habe ich die Gelegenheit genutzt und einen Abstecher zu Granit gemacht. Leider (oder zum Glück) konnte ich nicht soviel dort kaufen, weil ich nur Handgepäck auf dem Flug hatte. So habe ich nur ein paar Servietten, Stifte und Einmachgläser gekauft.

Diese beiden Leuchten, hätte ich z.B. auch noch gerne eingepackt.

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Ich habe mich aber mit der netten Mitarbeiterin in Köln unterhalten, die mir verriet, dass es bald eine zweite deutsche Filiale geben soll. Entweder in Hamburg oder in Berlin. Ich bin natürlich ganz uneigennützig für Berlin!

Eine ganz tolle dänische Ladenkette, die meine Schwester mir neulich in Groningen zeigte, ist Søstrene Grenes.  Dort gibt es witzige und stylische Bastel- und Malutensilien, Aufbewahrungsboxen und kleinere Deko-Artikel und Wohnaccessoires. Søstrene Grenes hat sogar einen Youtube-Kanal mit DIY-Anleitungen.
Ich hoffe, dass es bald auch Filialen in Deutschland geben wird. Derweil bleiben mir nur Stippvisiten in Holland, wenn ich meine Eltern besuche, die nicht weit von der holländischen Grenze entfernt wohnen.

Hier ist der aktuelle Katalog:

 

Last but not least: Tiger.

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Diese Kette gibt es auch endlich mal in Berlin. Sie ist eine Fundgrube für lustige bunte Kleinigkeiten – meine Töchter lieben es. Manchmal findet man auch richtig nette Teile, wie z.B. diese Teekanne, die sogar den „International Good Design Award“ gewonnen hat.

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Ich kaufe dort gerne Schreibutensilien, Kerzen und kleine Mitbringsel und Geschenke.

Kennt Ihr auch interessante Ketten dieser Art? Ich freue mich immer über Tipps.
Habt es schön,

Imke

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Hoteltipp: Chameleon Lodge in Cochin, Kerala

Stellt Euch vor, Ihr fahrt schon seit einer Weile mit einer Rickshaw mit Euren 2 genervten Kindern und dem Kindsvater bei 34 Grad im Schatten in Indien von Hotel zu Hotel. Jedesmal wird euch gesagt „Sorry, no vacancies!“ oder der Ekelfaktor bei den noch freien Zimmern ist einfach zu hoch, um es zu ertragen. Und plötzlich steht an der Rezeption eines traumhaften Hotels eine wunderhübsche strahlende Französin vor Euch, die mit einem reizenden französischen Akzent sagt: „Wir haben leider auch keine Zimmer frei, aber ein Freund von mir hat gerade vor einer Woche ein Hotel eröffnet und es ist sehr schön. Er heißt Rob, ist Deutscher und ist total nett. Soll ich ihn mal anrufen und fragen, ob er was frei hat?“ Wir 4 aus einem Munde: „JA BITTE!“

So landeten wir bei „Peace Rob“ alias Robert Lenz in der Chameleon Lodge. Das Hotel befindet sich am Kuzhupilly Beach auf Vypeen Island, Cochin im Staate Kerala in Indien.

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Das Haus in dem sich das Chameleon befindet, hat Rob neu gebaut. Wie er uns erzählte, war das ein ziemlicher Kampf mit den Behörden. Alles zog sich viel länger hin als geplant. Um sich die Wartezeit während der Bauphase zu vertreiben, hat er ein benachbartes Gebäude gemietet und dort das Budgetfreundliche Sandcastle Hostel eröffnet. Dort kann man in Hängematten unter freiem Himmel auf der Dachterrasse schlafen.

Schon am Eingang der Chameleon Lodge erahnt man das Farbkonzept des Hauses. Eine Palette wie der Regenbogen.

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Was gleich auffällt ist die angenehme Grösse der Zimmer. Das Haus ist sehr luftig und nur mit dem notwendigsten möbliert. Aber alles was man braucht ist da. Es gibt insgesamt 6 Zimmer. 4 Doppelzimmer im Erdgeschoß des Haupthauses und 2 Einzelzimmer, die sich in einem separaten Häuschen im Garten befinden. Jedes Zimmer hat einen anderen Look. Was alle gemein haben ist ein blauer Betonboden, schneeweiße Wände, weiße Duschbäder und graue Türen. Diese neutrale Palette mischt Rob mit knalligen Farben auf. Alle Möbel sind von lokalen Handwerkern selbstgebaut.

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Im ersten Stock befindet sich die Küche, ein Bad und ein Raum, der bei schlechtem Wetter als Esszimmer genutzt werden kann. Außerdem eine grosse Terrasse mit vielen Sitz- und Liegemöglichkeiten. Auf dieser Terrasse werden die Mahlzeiten serviert. Frühstück ist inbegriffen und auf Wunsch kann man sich abends von Rob oder seinem Koch bekochen lassen. Das ist eine nette Gelegenheit auch die anderen Gäste kennenzulernen. Gelegentlich schauen auch ein paar Gäste vom Sandcastle zum Abendessen vorbei. Das Essen ist köstlich und marktfrisch.

rob7Vom ersten Stock aus gelangt man auf die Dachterrasse auf der 2 Daybeds und eine Sitzecke zum Entspannen einladen. Alle Bereiche sind mit Sonnensegeln versehen, die vor der südindischen Sonne schützen.

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In der Chameleon Lodge geht immer eine leichte Brise, weil sie so nah am Strand liegt. Man schaut von der Dachterrasse direkt in die tosenden Wellen des Arabischen Meeres.

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Direkt hinter dem Haus beginnen schon die Backwaters für die Kerala so bekannt ist – binnenseeartige Lagunen in denen Shrimps leben. Die Landschaft ist malerisch. Wohin man schaut Wasser, Kokosnusspalmen, rote Erde und sattes Grün.

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Eigentlich wollten wir nur 2 Nächte bleiben, haben dann aber auf 4 verlängert und es war ungelogen der beste Abschluss für unsere 3-wöchige Indienreise.

Hier ein Interview mit Rob:

  1.  Woher kam Deine Idee, Peace Rob Hotels zu starten? Was ist Dein Hintergrund?

 Mein Hintergrund ist eigentlich sehr „seriös“. Ich habe BWL in Kanada studiert.

 Nach einem schweren Start ins Jahr 2009 – mein Patenonkel und großes Vorbild starb, ich verlor meinen Job als Mediaberater und trennte mich von meiner Freundin – musste ich erstmal raus aus Berlin.

Ich bin dann den Jakobsweg gelaufen, von der französischen Grenze bis Santiago. Auf dem Weg erinnerte ich mich daran, dass ich schon immer ein eigenes Hotel haben wollte. Mir wurde klar, dass es der perfekte Job für mich ist. Ich liebe das Reisen und ich liebe Menschen. Ein Hotel zu haben, ist wie Reisen ohne seinen Standort zu verlassen.

Nach langer Recherche in Form einer Weltreise für 1 1/2 Jahre durch Südamerika, Neuseeland, Australien, Südostasien,  China und Indien und unzähligen Hostels, war ich dann bereit für mein eigenes Hostel.

  1. Warum gerade ein Hotel in Indien/ Kerala?

Hier gibt es zwei einfache Antworten:
Mein Vater kommt aus Kerala. Ich selber bin in Munnar, Kerala geboren und habe 3 hier Jahre gelebt. Ich wollte immer irgendwann mal zurück und meine anderen Wurzeln  kennenlernen.
Indien: niedriges Startkapital, wachsender Markt und legendär schwierig. Ich mag die Herausforderung, also Indien. Ich habe immer gedacht, egal was passiert, diese Erfahrung in Indien zu machen kann nur gut für mich sein. Keiner kann mir diese Erfahrung nehmen. Auch wenn es manchmal ganz schön hart ist.

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  1. Was war die größte Herausforderung?

Ich glaube das Schwierigste war am Anfang, das deutsche Denken abzulegen. Alles dauert in Indien viel länger. Ich konnte nicht gleich loslegen mit dem Bau des Hotels nachdem ich das Grundstück gekauft hatte. Die Baugenehmigung zu bekommen, war ein langwieriger, schwieriger Prozess.

In Indien laufen manche Sachen einfach anders bzw. die Menschen hier haben eine ganz andere Weltsicht und ein anderes Wissen. Manche Sachen, die für mich in Deutschland logisch sind, sind es hier oftmals nicht, z.B. meinem Koch ein Omelett ohne grüne Chilli beizubringen, war ein Kampf. Es macht für einen Inder keinen Sinn, ein Omelett ohne grüne Chilli zu machen, für mich ist es aber logisch.

Was ich gelernt habe ist, dass ich die gegenwärtigen Probleme entweder überall auf der Welt habe oder es einen Wissen-/ Kulturunterschied gibt, den man erklären muss.

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  1. Woher kam die Inspiration für die Einrichtung?

West meets East. Ich liebe Kontraste. Als Halbinder/ Halbdeutscher bin ich ein laufender Kontrast. Diesen Kontrast zwischen der westlichen und der östlichen Welt in Balance zu bringen, ist die Kunst und war meine Hauptinspiration für das Design des Hauses. Also etwas Modernes, Westliches mit dem richtigen Touch indisch.

Vieles kam einfach zustande, indem ich durch Mattancherry gegangen bin, mir das Angebot angesehen habe und dann alles kombiniert habe.

Ich liebe es auch, ein Objekt anzugucken und zu überlegen, wofür man es noch nutzen könnte außer wofür es gemacht ist. So sind viele von den Palettenideen gekommen.
Think outside the box!

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  1. Was ist Dir am wichtigsten für Deine Gäste?

 Ganz oben steht die Zufriedenheit und ich glaube ganz stark, dass es hier hauptsächlich auf den Service ankommt.  In meiner Erfahrung als Reisender, ist mir vor allem eins aufgefallen: Ein Hotel ist nur ein Gebäude, manchmal schön, manchmal nicht so schön. Was den entscheidenden Unterschied macht, sind die Menschen die das Gebäude betreiben. Guter Service lässt die Gäste über Mängel im Haus hinwegsehen, ein gutes Gebäude kann aber kein guten Service ersetzen. Man muss bereit sein den Extraschritt zu gehen, um alles was möglich ist möglich zu machen.

Bei allem was ich tue, stelle ich mir immer eine Frage, fördert es die Zufriedenheit meiner Gäste? Und wenn es das tut und vom Investment möglich ist, mache ich es. Wobei wenn man wirklich zuhört, erkennt man bald, dass der beste Service mich nichts kostet – außer Zeit.

 Und ganz zum Schluss, steht bei mir noch das Land selber. Als Hotelbesitzer in Indien repräsentiere ich Indien für meine Gäste. Ich liebe dies Land und ich möchte, dass meine Gäste es auch tun. Und dafür bin ich bereit sehr viel zu tun.

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Folgt Rob auf Instagram
  1. Hast Du einen Leitsatz/ ein Motto?

„It is not where you are, it is not with whom you are, it is who you are!“ – Peace Rob

 Das ist ein Motto, das ich durch mein Leben gelernt habe. Wie gesagt: Ich bin in Indien geboren, von 3 bis 16 in Deutschland aufgewachsen, dann 6 Jahre in Kanada, 2 Jahre Berlin, dann 2 Jahre Weltreise und nun 3 Jahre Indien. Mir ist klar geworden, dass das Leben immer gleich ist, egal wo man ist und mit wem man ist. Es geht hoch und runter, und das einzige was wir tun können, ist wir selbst zu sein. Ich glaube ganz stark daran, dass Glück aus dem Inneren kommt und jeder Mensch die Chance und die Wahl hat, glücklich zu sein.

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Und? Wer hat jetzt Lust bekommen nach Kerala zu Rob zu reisen?

Alles Liebe,
Imke




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DIY: Polster neu beziehen

Habt Ihr schon mal darüber nachgedacht, ein Polster von einem Stuhl oder Hocker neu zu beziehen? Das ist total einfach und kann eine grosse Wirkung haben.

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Selten verlasse ich ein Stoffgeschäft mit leeren Händen. So bin ich auch bei meinem letzten „Ich guck nur mal“-Besuch in einem neuen Stoffladen hier in Berlin nicht ohne Beute nach Hause gegangen und habe einen Stoff für unseren Klavierhocker gekauft. Da so ein Hocker schnell neu bezogen ist, war ich diesmal etwas mutiger als gewöhnlich bei der Stoffauswahl. Inspiriert haben mich zu dieser Auswahl die Schwarz-weißen Klaviertasten.

Es ist sehr einfach ein Stuhlpolster zu beziehen. Für die, die es noch nie gemacht haben hier eine Kurzanleitung. Diese Anleitung bezieht sich nur auf Polster, die man aus dem Stuhl- bzw. Hockerrahmen herausnehmen kann und die unten eine Holzplatte haben.

Ich habe es mir einfach gemacht und den alten Bezug (weil er noch okay war) auf dem Polster gelassen und den neuen Stoff einfach darüber gespannt.
Wenn Ihr jedoch ein altes Polster habt, das nicht mehr schön weich und fluffig ist oder einen stark verschmutzten oder schlecht riechenden Bezug hat, empfehle ich dringend, den Stoff und Schaumstoff von der Grundplatte zu entfernen und mit neuem Schaumstoff zu bekleben, bevor Ihr den neuen Stoff aufspannt.

Was man braucht:

– ein Stück Stoff  (etwa 5 cm an allen Seiten größer als das zu beziehende Polster)
– eine Stoffschere
– einen Tacker (z.B. den hier) mit passenden Klammern
(- ggf. ein Stück Schaumstoff in Polstergrösse, 2-3 cm dick und Alleskleber)

So gehts:

1. Den Polsterstoff ausbreiten, das Polster vom Stuhl/ Hocker entfernen und auf dem Stoff ausrichten. Zu den Umrissen des Polsters etwa 5 cm zugeben (eventuell auch mehr, je nach Dicke des Polsters) und die Schnittlinie auf dem Stoff anzeichnen. Jetzt den Stoff zuschneiden. (ggf. alten Bezug und Schaumstoff vom Brett entfernen, Schaumstoff auf Brettgrösse zuschneiden und mit Alleskleber gut darauf festkleben)

2. Das Polster mit der Grundplatte nach oben auf dem Stoffzuschnitt ausrichten. Den Stoff an einer Seite einschlagen (damit man eine saubere Kante hat) und mittig am Rand der Platte mit dem Tacker fixieren.Das Tackern habe ich nicht Schritt für Schritt fotografiert, aber hier könnt Ihr es gut sehen. ACHTUNG: Bitte ganz vorsichtig mit dem Tacker sein – am Besten Handschuhe und Schutzbrille tragen.
Dann das Polster aufrichten, den Stoff glatt streichen und mit sanfter Spannung um die gegenüberliegende Kante ziehen, dann ebenfalls mittig mit ein bis zwei Tackerklammern fixieren. Entsprechend mit den anderen zwei Seiten verfahren. Anschließend den Stoff auf jeder Seite von der Mitte nach außen zum Rand hin festtackern.

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3. Den Stoff abschließend an den Ecken einfalten und seitlich unter den festgetackerten Stoff schieben.  Dann die Falten an der Platte festtackern. Fertig!

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Da macht das Klavierspielen doch gleich doppelt soviel Spaß!

Alles Liebe,

Imke

Stoff: hier

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Inspiration: Chauteau de Gudanes

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Ich bin heute im Internet über dieses wunderschöne Schloss, Chateau de Gudanes im Süden Frankreichs gestolpert. Nachdem es sich jahrzehntelang in einem Dornröschenschlaf befand und dabei nach und nach verfiel, wurde es von dem australischen Ehepaar Craig und Karina Waters gekauft und wird nun liebevoll in seine einstige Pracht zurückversetzt.

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Ich bin beeindruckt und inspiriert von dem Mut dieses Ehepaars, ein so grosses Projekt in einem fremden Land in Angriff zu nehmen. Auf dem Blog und auf Instagram könnt Ihr den Fortschritt der Renovierungsarbeiten verfolgen.

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Die Farben und Strukturen auf diesen Fotos sind so großartig. Man könnte sofort eine Tapetenkollektion oder Wandfarben danach entwickeln.

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Dieses Haus und der dazu gehörende Park wären eine perfekte Filmkulisse, ein Set für ein fashion shooting und schreien förmlich nach grossen Hochzeitsfeiern und Sommerfesten.

Chateau Collage4Das Ehepaar bietet ab diesem Sommer Workshops im Schloss an und wenn es nicht so unglaublich teuer wäre, würde ich sofort den zweiwöchigen „Decorative Art Restoration Workshop“ im Juli buchen. Klingt das nicht toll?

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Auch im Winter ein echtes Märchen!

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Fotos via und via

Ich wünsche Euch eine traumhafte und inspirierende Woche.
Alles Liebe,

Imke

 

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Interior Design Trends 2015

Die aktuellen Trends im Interiors Design sind für mich nach dem Besuch der imm Cologne ganz klar folgende:

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– satte Farben: dunkles Grün, Petrol, tiefes Blau, Jeansblau, Grautöne, Schwarz, Cognac, Senfgelb, Curry und natürlich die Trendfarbe des Jahres „marsala“. Aber auch Pastellfarben (bleiben) – vor allem pudriges Rosa und mintige Grüntöne

– Metalle -> gebürstetes Gold, Silber, Kupfer

– Draht/ dünnes Metallrohr – ob als Korb, Tischgestell, Lampe, Stuhlbein

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– dunkle Wandfarben

– Marmor, marmoriert

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– Zimmerpflanzen bleiben und werden grösser – Palmen!

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– Samt, botanische Drucke kommen – Filz und grobgestrickte Wolle bleibt

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– dunkles Glas in Kombination mit Schwarz, dunklem Holz

– geometrische Formen bleiben, abgerundete Objekte kommen.

– schwarz gebeiztes Holz/ Wenge, dunkle Hölzer, Kork

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– kleine Sofas auf filligranen hohen Beinen

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Es wird also dramatisch!

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Frohes Neues Jahr …

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… kann man schon fast nicht mehr sagen – ich weiß. Ich habe auch schon seit 2 Wochen ein ganz schlechtes Gewissen, dass ich noch nichts geschrieben habe. Also Ihr Lieben, erstmal begrüße ich Euch ganz herzlich in 2015. Schön, dass Ihr hier vorbeischaut. Ich habe mir vorgenommen, wieder regelmässiger zu schreiben. Ich habe ganz viele Ideen für den Blog und freue mich schon, Sie mit Euch zu teilen.

Ich werde Euch zum Beispiel ein paar Impressionen von meinem Weihnachtsurlaub zeigen – da war ich nämlich in Indien, wo es ganz großartig war.

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Dann war ich gerade auf der imm in Köln und habe für Euch nach den neuesten Trends Ausschau gehalten.

Ihr wollt bestimmt auch gerne wissen, wie die anderen Zimmer in der Wohnung in Charlottenburg aussehen. Die zeige ich Euch natürlich gern.

Ich habe einige schöne Bücher hier liegen, die ich Euch noch vorstellen möchte…

und und und…

Bald mehr an dieser Stelle.
Beste Grüsse

Imke

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